Hochzeit am See in Brandenburg – Tim & Charlotte und ein bisschen Bayern am Bötzsee
Hochzeit am See in Brandenburg – Tim & Charlotte und ein bisschen Bayern am Bötzsee
Als Tim und Charlotte vor über einem Jahr das erste Mal im Seeschloss am Bötzsee standen, wussten sie wahrscheinlich noch nicht, wie viele Menschen diesen Tag einmal mit Herzblut begleiten würden. Für den jungen Eggersdorfer und seine Verlobte aus München sollte es eine Hochzeit am See in Brandenburg werden, die beide Familien zusammenbringt und die Heimat von beiden auf eine ganz natürliche Weise miteinander verbindet.
Manche Brautpaare begleiten uns nur für einen Nachmittag. Andere begleiten uns viele Monate und wachsen einem dabei richtig ans Herz. Man sitzt zusammen, spricht über Wünsche und Träume, über Blumen und Musik, schaut sich den Garten an und stellt sich gemeinsam vor, wie dieser eine Tag einmal aussehen könnte. Aus ersten Ideen werden Pläne und aus Plänen werden Erinnerungen, die oft weit über den Hochzeitstag hinausreichen.
So war es bei Tim und Charlotte.
Zu Tim gibt es sogar eine kleine persönliche Verbindung. Über den Freundeskreis meines Sohnes kannte man sich vom Sehen und Hörens. Gerade deshalb freue ich mich immer besonders, wenn junge Leute aus der eigenen Gegend zu uns kommen und sagen: Hier möchten wir heiraten.
Tim stammt aus Petershagen-Eggersdorf.
Charlotte stammt aus München.
Irgendwann hat das Leben sie nach Brandenburg geführt und hier haben sich die beiden kennengelernt. Heute wohnen sie gemeinsam in Berlin, aber für ihre Hochzeit sollte es ein Ort werden, an dem sich beide Familien zuhause fühlen.
Die Eltern von Tim leben hier in der Gemeinde, die Familie von Charlotte kam aus Bayern angereist. Schon bei den ersten Gesprächen wurde deutlich, dass dieser Tag ein kleines Stück Bayern an den Bötzsee bringen würde. Für die beiden war schnell klar, dass ihre Hochzeit am See in Brandenburg genau die richtige Mischung aus Natur, Herzlichkeit und familiärer Atmosphäre sein würde.
Vor über einem Jahr saßen wir das erste Mal zusammen und sprachen über ihre Vorstellungen. Wir gingen durch den Garten, standen am Pavillon und schauten über den See. Dort entstehen oft die ersten Bilder im Kopf. Plötzlich wird aus einem Wunsch ein Plan.
Wir sprachen über die Trauung, über die Feier, über die Gäste und natürlich über die vielen Kleinigkeiten, die am Ende den Unterschied machen.
Welche Blumen passen zu den beiden?
Wie soll der Pavillon aussehen?
Wer hilft beim Schmücken?
Welche Traditionen aus Bayern sollen mitgebracht werden? Hier gab es ganz viel Unterstützung von der lieben Mutter der Braut.
Und wie verbindet man zwei Familien, deren Heimat viele hundert Kilometer voneinander entfernt liegt?
Es waren schöne Gespräche und man merkte schnell, dass Tim und Charlotte sich viele Gedanken machten. Nichts sollte übertrieben sein, aber alles sollte zu ihnen passen.
Von Anfang an waren auch die beiden Trauzeugen mit dabei. Sie organisierten, dekorierten und halfen, wann immer Unterstützung gebraucht wurde. Solche Menschen stehen selten im Mittelpunkt, aber ohne sie würden viele Hochzeiten ganz anders verlaufen.
Auch Charlottes Eltern brachten sich mit viel Herzblut ein. Besonders ihre Mutter hatte viele Ideen und kümmerte sich liebevoll um die Dekoration. Sie dachte an Blumen, Farben und die vielen kleinen Dinge, die oft kaum jemand bemerkt und die am Ende doch den Charakter einer Hochzeit ausmachen. Ihr Vater half natürlich genauso mit und beide freuten sich sichtlich auf den großen Tag ihrer Tochter.
Tim und Charlotte arbeiten beide als Physiotherapeuten und bilden sich beruflich weiter. Sie begleiten andere Menschen auf ihrem Weg und vielleicht ist das einer der Gründe, warum sie selbst so freundlich, ruhig und aufmerksam mit ihren Mitmenschen umgehen.
Dann war der große Tag endlich da.
Schon früh am Morgen herrschte im Seeschloss reges Treiben. Blumengestecke wurden getragen, letzte Vorbereitungen erledigt und im Garten wurde der Pavillon geschmückt.
Freunde und Familie halfen mit.
Grüne Eukalyptuszweige wurden befestigt, apricotfarbene und cremeweiße Rosen arrangiert und ein zarter weißer Schleier am Pavillon angebracht. Auch im Innenbereich standen passende Blumengestecke. Für die Gäste wurden die weißen Hochzeitsstühle aufgestellt und langsam entstand genau das Bild, das sich Tim und Charlotte für ihre Trauung gewünscht hatten.
Der festlich geschmückte Pavillon und der Blick auf den Bötzsee machten diese Hochzeit am See in Brandenburg zu etwas ganz Besonderem.
Und mittendrin war Tim.
Er war eigentlich überall gleichzeitig.
Mal half er beim Schmücken, dann sprach er mit den Trauzeugen, kurz darauf schaute er noch einmal nach dem Pavillon und verschwand schon wieder zur nächsten Aufgabe.
Irgendwann stand er wieder bei mir in der Küche. Eigentlich wollte er nur kurz nachsehen, ob alles klappt. In Wirklichkeit war er einfach furchtbar aufgeregt.
Also bekam er erst einmal einen kräftigen Pfefferminztee.
Viel ruhiger wurde er dadurch zwar nicht, aber wir mussten beide darüber lachen.
Man hat ihm einfach angesehen, wie sehr er sich auf diesen Tag und auf seine Charlotte freute.
Wer ihn kennt, weiß, dass er sonst eigentlich ständig in Bewegung ist. In Petershagen-Eggersdorf engagiert er sich in der Volleyballsparte von Blau-Weiß und ist dort als Spieler und Trainer aktiv. An diesem Tag aber war der Sport weit weg.
Da war er einfach nur ein Bräutigam.
Währenddessen machte sich Charlotte in aller Ruhe fertig.
Als sie später bei uns ankam, war sofort klar, dass diese Hochzeit etwas Besonderes werden würde.
Sie trug ein wunderschönes Dirndl, das eigens in Bayern angefertigt worden war. Die cremegoldenen Farben passten wunderbar zu den Blumen und zur gesamten Dekoration. Dazu eine zarte weiße Bluse, eine kunstvoll geflochtene Frisur mit einem Haarkranz und wunderschönen Ohrringen.
Auch Tim hatte sich ganz auf das bayerische Motto eingelassen. Mit Lederhose, Trachtenhemd und den passenden Schuhen sahen die beiden aus, als hätte diese Idee schon immer zu ihnen gehört.
Charlotte wurde von ihrem Bruder begleitet. Er brachte sie zu uns und half den ganzen Tag über mit. Auch er trug Lederhose und Trachtenhemd und war überall dort zu finden, wo gerade noch eine helfende Hand gebraucht wurde. Solche Menschen fallen oft gar nicht auf, weil sie einfach machen.
Während Charlotte noch einen ruhigen Moment hatte, wurden die Gäste bereits in Richtung Pavillon begleitet. So konnten sich Braut und Bräutigam erst bei der Trauung sehen.
Dann wurde es still.
Die standesamtliche Trauung wurde von Amy ganz herzlich und Kompetent durchgeführt.
Und auch hier gab es eine kleine Geschichte, die diesen Tag noch persönlicher machte.
Amy und Tim kennen sich noch aus ihrer Zeit am Theodor-Fontane-Gymnasium. Sie waren zwar nicht im gleichen Jahrgang, aber man kannte sich. Amy musste selbst darüber lachen. Sie ist eher klein, Tim dagegen ein wirklich großer Mann. Sie meinte augenzwinkernd, wahrscheinlich habe man sich damals gar nicht so oft gesehen, weil Tim immer in höheren Sphären unterwegs gewesen sei.
Sie sagte auch, wie schön es für sie ist, Menschen zu verheiraten, die sie aus ihrem eigenen Leben kennt.
Und genau das hat man gespürt.
Es wurde gelacht, es wurde gerührt geschwiegen und natürlich wurden auch ein paar Tränen verdrückt.
Nach dem Ja-Wort zogen Tim und Charlotte unter einem Himmel aus Seifenblasen und Blütenblättern aus.
Danach wartete schon die erste gemeinsame Aufgabe.
Traditionell wurde gemeinsam der Baumstamm gesägt und anschließend ging es zu den Hochzeitsfotos rund um den Bötzsee.
Unser Fotograf Jens begleitete die beiden dabei und hielt viele wunderbare Augenblicke fest.
Es entstanden Bilder auf dem Ruderboot, am Wasser, zwischen den alten Bäumen, im Wald und auf unserer blumengeschmückten Schaukel.
Während das Boot langsam über den See glitt und am Ufer schon die ersten Gäste winkten, entstanden Bilder, die wahrscheinlich noch viele Jahre in den Familienalben ihren Platz haben werden.
Gerade diese Aufnahmen zeigen, warum sich viele Brautpaare eine Hochzeit am See in Brandenburg wünschen.
Während Tim und Charlotte unterwegs waren, mussten die Gäste aber keineswegs einfach warten.
Das Team von Pfeilflug hatte eine Bogenschieß- und Knickerstation aufgebaut. Dort wurde ausprobiert, gezielt und viel gelacht. Schnell entstanden kleine Wettkämpfe und die Zeit verging wie im Flug. Gerade die Stunden, in denen das Brautpaar fotografiert wird, können für Gäste manchmal lang werden. Hier war das ganz anders. Überall wurde erzählt, gelacht und angefeuert.
Nach den Hochzeitsfotos trafen sich alle wieder und es wurde gemeinsam Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Das Hochzeitsherz, das wir in unserer Konditorei aus feinem Biskuit und Buttercreme gefertigt hatten, wurde angeschnitten und natürlich wurden auch dabei viele Erinnerungsfotos gemacht.
Und weil diese Hochzeit ein kleines Stück Bayern an den Bötzsee brachte, durfte natürlich auch ein echtes Augustinerfass nicht fehlen.
Die Idee dazu hatte unter anderem auch Charlottes Bruder.
Natürlich musste Tim das Fass selbst anstechen.
Und natürlich klappte das nicht gleich beim ersten Schlag.
Die Gäste feuerten ihn an, es wurde gelacht und mitgefiebert, bis es schließlich geschafft war und das erste Bier ausgeschenkt werden konnte.
Spätestens in diesem Moment hatte der Bräutigam bewiesen, dass ein bisschen Bayern inzwischen auch zu ihm gehört.
Der Nachmittag verging mit vielen Gesprächen, gutem Essen und einer fröhlichen Stimmung. Immer wieder entstanden neue Fotos und kleine Erinnerungen.
Als der Abend kam, wurde getanzt.
Es wurde gefeiert, gelacht und bis tief in die Nacht zusammengesessen.
Und dann kam noch einer dieser Augenblicke, die man nicht planen kann.
Ein großes Feuerherz wurde entzündet und tauchte den Garten in ein warmes Licht. Während die Musik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” erklang, standen viele Gäste einfach nur da und schauten zu.
Das Feuer spiegelte sich in den Augen des Brautpaares und auch in den Gesichtern der Familien.
Fast kein Auge blieb trocken.
Gefeiert wurde trotzdem noch lange weiter. Erst weit nach Mitternacht kehrte langsam Ruhe ein.
Am nächsten Morgen traf man sich noch einmal zum gemeinsamen Frühstück. Die Nacht war für viele kurz gewesen. Trotzdem wurde noch einmal gelacht, über das Bierfass gesprochen und die ersten Fotos auf den Handys herumgereicht.
Genau solche Morgen danach zeigen oft, wie schön eine Hochzeit gewesen ist.
Tim und Charlotte haben gezeigt, wie persönlich, herzlich und lebendig eine Hochzeit am See in Brandenburg sein kann.
Liebe Charlotte, lieber Tim,
wir freuen uns, dass wir euch auf diesem besonderen Weg begleiten durften. Vielleicht denkt ihr in vielen Jahren noch einmal an diesen Tag zurück, an den Pavillon am See, an das Feuerherz und an den Pfefferminztee am Morgen.
Wir wünschen euch von Herzen alles Gute.
Herzliche Grüße
Monika Hauser
und das gesamte Team vom Seeschloss

